Tajine – überlieferte Kochkultur

Wer schon einmal nordafrikanische Länder wie Marokko oder Tunesien besucht hat, kennt sicher die dort weitverbreitete Tajine. Es ist ein Kochgeschirr, das die Bevölkerung zur Zubereitung ihrer täglichen Speisen nutzt.

Zwischen Tradition und Moderne
Die Tajine schaut auf eine jahrhundertelange Historie zurück. Ursprünglich von den Berbern verwendet, zieht sie mehr und mehr in europäischen Küchen ein. Traditionell dient Lehm als Material für das zweiteilige Kochgerät, das aus einer unteren runden Schale und einem meist konisch verlaufenden Aufsatz besteht. In abgewandelten Formen sind die Deckel auch halbrund gearbeitet.

Neben den unglasierten Modellen in den charakteristischen erdigen Farbtönen lassen sich auch zahlreiche bemalte, verzierte und mit einer Oberflächenglasur versehene Varianten finden.

Vielseitige Zubereitungsmöglichkeiten
Nicht nur das Kochgerät wird als Tajine bezeichnet, auch die darin gegarten Speisen nennt man so. Klassisch wird die Tajine über dem Holzkohlefeuer genutzt. Hierzulande ersetzt man diese Methode durch den Backofen.

Besitzt das Gerät einen Boden, der plan geformt ist, eignet es sich auch für die Kochfelder des Herdes.

Mit einer Tajine kann man schmoren, braten und kochen. Die Vielfalt der möglichen Gerichte lässt kaum Wünsche offen. Ob Fisch, Fleisch, Gemüse oder Süßspeisen – die schonende Zubereitung aller Zutaten in einem Topf verspricht erlesene und intensive Geschmackserlebnisse.